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Als die SD-Karte meiner Freundin ohne Vorwarnung kaputt ging, zählte sie natürlich auf mich, den Computerexperten. Also nahm ich mich des Problems an.
Ausgangssituation: Die SD-Karte ist vom Fabrikanten hama mit 512MiB Speicherkapazität. Windows möchte sie beim Einstecken formatieren (zum Glück hat sie es nicht gemacht) und Linux hängt sie gar nicht erst ein.
Nach etwas Recherche und Erinnerung fiel mir ein, dass man die Daten mit dd_rescue hardwarenah auslesen kann.
dd_rescue -B 128 -r /dev/sdb1 card.img
Der Schalter -B sorgt dafür, dass im Fehlerfall die Blockgröße auf 128KiB reduziert wird. Mit -r fängt dd_rescue von hinten an zu kopieren. Nach ca. 10 Minten hatte ich ein fast vollständiges 512MiB großes Abbild, mit defekten ersten 640Kib Daten und einer zerstörten Partitionstabelle. Doch was macht man mit damit? Weder fsck.vfat, noch fdisk oder testdisk konnten mit dem Abbild etwas anfangen.
Nach Problemstellung im Ubuntu-Forum kam der Tip zur Lösung sofort: Das forensische Datensuchprogramm foremost, welches auch im Ubuntu-Repository vorhanden ist.
foremost <card.img
Erzeugt einen Ordner output/ mit allen gefunden Mimetypes als Unterordner und entsprechenden Dateien darin. Somit konnten nahezu alle Fotos und Videos wieder hergestellt werden. WOW!
Schlagworte: Linux, foremost, dd_rescue
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